Dieses Schriftstück, gefunden in den Ruinen der alten Stadt, hat erst vor wenigen Tagen den Weg in meine Hände gefunden und ich befürchte Übles. Zweifellos wird die Behörde nach dem Dokument gesucht haben. War es Schicksal, Fügung die es mir in die Hände spielte?
Sicher zu behaupten ist jedoch, dass ich nicht mehr in meiner geliebten Universität verweilen kann. Ich schreibe diese Worte während ich im Dampfzug gen ungewisses Ziel reise. bei einem Freund werde ich Unterschlupf finden, den ich zu lange missen musste. Während den Nächten erwache ich oft schweißgebadet und es scheint mir zuweilen, in meinen Schatten warte ein unsichtbarer Feind. War es ein Fehler mich mit den Titeln einzulassen? Ruht ihre Kraft noch heute in der Welt?
Nebel und Berge ziehen vorbei. Die Nacht scheint zu lange zu dauern. Im Speisewagen finde ich vielleicht noch eine gute Seele, die mir auch noch mitten in der Nacht einen schwarzen Tee bringen kann.
In den Zeiten der Behörde, in diesen Zeiten fürchte ich mehr denn je um den Verstand der Menschen und um mich – habe ich doch hier in Händen, wenn auch unübersetzt, die ganze Geschichte der alten Stadt und ihres Unterganges: Die Chroniken der User.
Urza van Deik